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Schülertour Klasse A, 20.06.26

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  • Beitrag veröffentlicht:23. Juli 2026

Schülertour Klasse A, 20.06.26

Bei dieser Schülertour stand – selbstverständlich neben dem Fahren und dem entsprechendem Training für den Schüler – der kulturelle Aspekt im Vordergrund.

Es war schon früh ziemlich warm, obwohl schon bewusst eine Route in den Norden gewählt wurde um der zu erwartenden Hitze einigermaßen zu entgehen. Daher sollte es eine entspannte Tour werden mit einigen Pausen. Und die kann man natürlich nutzen. Den Anfang machte, abgesehen von der Frühstückspause, welche ja auch zur Tour-Tradition gehört, die kleine Stadt Neuenhaus in der Grafschaft Bentheim. Am schön hergerichteten Mühlteich konnte man erahnen, welche mächtigen Mühlen hier einst gearbeitet haben. Übrig geblieben sind neben dem See nur noch zwei Antriebsräder, von denen sich immerhin eines, durch den kleinen Zulauf angetrieben drehte. Nadine hat es auch geschafft, das Rad anzuhalten. Ob es jemand gesehen hat? Besser schnell weiter!

Auch immer wieder gerne genommen ist die ehemalige Transrapid-Versuchsstrecke bei Lathen im Emsland. Leider verfällt die Strecke mehr und mehr, ob es Licht am Ende des Tunnels gibt? Wer weiß. Beeindruckend und gleichzeitig traurig ist es allemal. Wir aber hatten kein Grund zum Trübsal blasen denn nicht weit davon entfernt, in Aschendorf, findet sich Uwes Grill. Auch dies mittlerweile Tour-Kult(ur). Führt die Strecke in diese Region, wird hier in der Regel zur Mittagspause gestoppt.

Im Anschluss folgte dann noch eine kleine Schleife durch das südliche Ostfriesland um anschließend wieder Richtung Süden abzubiegen. Im Hümmling schlug dann die Kultur-Keule noch mal richtig zu: In dem kleinen Ort Bruneforth, der im Grund nur aus gefühlt zwei Bauernhöfen besteht, gab es umso mehr zu entdecken. Den Anfang machte die Wassermühle. Auch spannend ist ein so genanntes Großsteingrab. Dabei handelt es sich um Bauwerke aus der Steinzeit, bei denen riesige Felsbrocken – die Findlinge genannten Steine wurden während den eiszeitlichen Gletschern von Skandinavien hierhin transportiert – zu Gräbern aufgetürmt wurden. Wahrlich beeindruckend. Etwas außerhalb gibt es noch Überreste eine Windmühle. Leider ist diese in den 70er Jahren, kurz nach ihrer Renovierung vollständig abgebrannt, vermutlich wegen Brandstiftung. Übrig geblieben ist nur der Hügel auf dem die Mühle stand. Hier konnten Fuhrwerke zum Be- und Entladen unter die Mühle fahren.

Und dann war da noch die Weidenkirche. Unweit der Wassermühle wurde eine von Weidensträuchern überdachte Kirche errichtet, welches eine ganz besondere Atmosphäre aufkommen lässt. Dies veranlasste Nadine kurzerhand, ihr innig geliebtes Motorrad, die Kawasaki Z650, von ihr liebevoll Scarlet genannt, das bedeutsame „Ja-Wort“ zu geben. So eine spontane Trauung hat schon was.

Es war also ein sehr spaßiger Tag, der Hitze zum Trotz. Und wie immer gab es wieder viel zu sehen, zu erzählen, zu lachen und zu genießen.