Viertages-Tour 2026
Was war das für eine Tour. Einfach nur grandios.
Los ging es damit, dass harte Kerle auf dem Boden sitzen um ihre Regenkombi anzuziehen oder gleich als Textmarker erscheinen. Vom ersten Moment aber an gab es eines: super Stimmung. Ja, das Wetter sah eher mäßig aus, die Strecke für die Hinfahrt war daran angepasst. Der Plan: Flüchten vor dem Regen. Das hat auch funktioniert bis zur Rheinfähre bei Darmstadt. Der letzte Teil wurde leider nass. Aber egal. Angekommen im Hotel und die feuchten Sachen zum Trocknen aufgehängt, stellte sich sofort Begeisterung ein. Was für ein prachtvolles Hotel! Und dann das sehr gute und gleichzeitig günstige Abendessen in der örtlichen Gaststätte. Es passte einfach alles.
Und so ging es auch am Freitag und am Samstag weiter. Hier und da ein kleiner Regenschauer störten nicht. Traumhafte Strecken am Main, im Spessart und in der Rhön, gemütliche und zünftige Cafes und Gaststätten, herrliche Landschaften und Ausblicke und natürlich traumhafte Kurven. Die Stimmung kochte, es wurden Witze gemacht, nahezu durchgehend gelacht. Was für ein Gefühl. Das Zusammensein, die Geselligkeit, das Fahren, sich gegenseitig unterstützen. Den Höhepunkt erreichte dies am Samstag Abend. Trotz immer weiter fortschreitender Zeit nahmen die Unterhaltungen einfach kein Ende. Warum? Weil jeder wusste, morgen geht es nach Hause. Dann ist diese tolle Tour vorbei. Das muss verhindert werden, also weiter erzählen und lachen! Nur leider tickt die Zeit unaufhaltsam weiter. Irgendwann kam dann der Zeitpunkt der Abreise. Aber es gibt Hoffnung: die zweite Viertages-Tour im Oktober. Und natürlich das nächste Jahr. Kurzerhand wurde am Sonntag Morgen beschloßen: hier müssen wie wieder hin. Denn hinter dem Hotel steckt eine traurige Geschichte. Die Besitzer haben den Hotelbetrieb aus Alters- und Gesundheitsgründen heruntergefahren, ein Nachfolger ist nicht in Sicht, stattdessen das immer näher rückende Ende. Daher wird seit einiger Zeit nur noch für Gruppen und Gesellschaften geöffnet. Wir hatten also dieses prächtige Hotel mit Therme, Schwimmbad, Fitnessbereich, englischem Garten, großartigem Frühstück und eigenem Aufenthaltsraum ganz für uns alleine. Da war klar: das müssen wir unbedingt nochmal mitnehmen bevor hier dauerhaft die Türen schließen.
Auch die Rückfahrt wurde noch spaßig, trotzdem machte sich mehr und mehr Wehmut breit. Ja, man vermisst sich. So viele Eindrücke und Erlebnisse, Geschichten und Erinnerungen. Es ist nicht mehr nur Motorradfahren, es sind Freundschaften, teils über Jahre und viele gemeinsame Touren gewachsen. Und das ist ein ganz besonderes Gefühl.
Und dieses Gefühl lebt weiter. Beim monatlichen Stammtisch, bei den Schülertouren und natürlich den vielen entstandenen Freundschaften. Das hat diese Tour einmal mehr eindrucksvoll unter Beweise gestellt.